Matthias Albrecht und ich waren heute als Gastdelegierte der komba Gewerkschaft zum Gewerkschaftstag des dbb Brandenburg in das Kongresshotel Am Templiner See in Potsdam geladen. Auf der Tagesordnung standen u.a. die jeweiligen Gremienberichte mit den entsprechenden Aussprachen dazu sowie die Wahl des Landesvorsitzenden und der Stellvertreter. Am Vormittag richtete unser Ministerpräsident Matthias Platzeck ein Grußwort an die Deligierten. In diesem lobte er vor allem den leistungsfähigen Öffentlichen Dienst im Land Brandenburg, machte jedoch auch darauf aufmerksam, dass im Rahmen der Wirtschaftskrise noch so einiges auf uns zukommen wird. Die derzeitige Kurzarbeit in vielen großen Betrieben des Landes wird wohl in einigen Fällen demnächst in Entlassungen münden. Natürlich ging er auch auf die angespannte Finanzsituation im Öffentlichen Dienst ein. Viele Landkreise und Kommunen unterliegen bereits einem Haushaltssicherungskonzept. Nach jeder von ihm besuchten Veranstaltung wird zu ihm gut und nachvollziehbar begründet gesagt "Aber dafür muss doch Geld da sein!". Dies ist in der heutigen Zeit aber leider eben nicht mehr so gegeben, so seine Aussage. Ein Thema, was mir auch sehr am Herzen liegt, sprach er ebenso an: Für einen leistungsstarken Öffentlichen Dienst ist es dringend notwendig auf den bevorstehenden demografischen Wandel zu reagieren, und Nachwuschkräfte qualitativ gut und zahlreich auszubilden. Darauf kann man gar nicht oft genug hinweisen und ich hoffe, dass das so langsam auch mal bei dem letzten Entscheidungsträger angekommen ist.Alles in allem wurde die Ostdeutsche Seele gestreichelt und es war nicht zu verkennen, dass wir uns bereits im Wahlkampf für die Bundes- und Landtagswahlen im September befinden.Gegen 14 Uhr begann der öffentliche Teil des Gewerkschaftstages unter dem Leitbild "Öffentlicher Dienst ist was wert" wo weitere thematische Grußworte an die Delegierten gerichtet wurden. So u.a. von einigen Fraktionsvorsitzenden der Landtagsparteien, dem Bundesvorsitzenden des dbb beamtenbund tarifunion, von der stellv. Ministerpräsidentin und Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg Prof. Dr. Johanna Wanka und von unserem Finanzminister Rainer Speer. Der sorgte auch ungewollt für eine heitere Anekdote indem er sein Zuspätkommen, in Anspielung des Dienstsitzes des Finanzministeriums im Wohngebiet Stern, mit dem Satz "Ich komme ja vom Stern" entschuldigte. Dass er manchmal von einem "anderen Stern" kommt, dürfte indes jedem Beamten im Land Brandenburg anhand der Erfahrungen der vergangenen Jahre zu genüge bekannt sein. :-)Hier ein paar Bilder des Gewerkschaftstages:
Tagungshotel

Grußwort des Ministerpräsidenten Matthias Platzeck

im Foyer war immer für ausreichend Getränke und ein leckeres Buffet gesorgt
stellv. Ministerpräsidentin und Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg Prof. Dr. Johanna Wanka 
der Finanzminister "vom Stern" Rainer Speer
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